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Wir
sind eine junge Kirchengemeinde in mehrfacher Hinsicht.
Gegründet wurden wir erst 1913, noch jünger ist unser 1959
gebautetes Kirchengebäude.
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| Unsere
Kirche: Der erste Kirchbau konnte erst nach dem Ende des Ersten
Weltkrieges errichtet werden. Es war ein mit Holz verkleideter Fachwerkbau,
über dessen Eingang die Worte standen: "Erbaut in der Zeit der
Not aus starkem Glauben." Im Februar 1944 wurde die Kirche völlig
zerstört. Erst 10 Jahre später konnte ein Neubau vorbereitet
werden. Die Hanglage am Ufer des Lietzensees, das enge Grundstück
von nur 560 m² und die geforderten 750 Sitzplätze stellten besondere
Anforderungen. 1957-59 wurde die neue Kirche nach dem Entwurf von Prof.
Paul Baumgarten errichtet, dem hier eine einzigartige Raumwirkung gelungen
ist.
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Über einem fünfeckigen Grundriß erheben sich Dreiecksflächen als Seitenwände, die wiederum drei sich gegenseitig stützende Dreiecksflächen als Decke tragen. Zum Altar hin öffnet sich der zeltartig wirkende Raum zu einer großen ebenfalls aus zwei Dreiecken zusammengesetzten Wand aus transparentem, aber nicht durchsichtigem Glas.So ist der Kirchraum zwar geschlossen, öffnet sich aber zugleich zur Natur, dem Park und dem Lietzensee. | |||
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Zur Straße dagegen wird die Kirche durch eine hoch aufragende
massive Wand abgeschirmt, die den Glockenstuhl auf voller Breite trägt.
Wand- und Deckenflächen sind mit Lärchenholz verkleidet.
Der Boden ist mit Solnhofener Platten belegt. Der Innenraum ist betont
schlicht und nahezu schmucklos gehalten. Über dem Altar hängt
ein einfaches, aus farbigem Glas und Metall gestaltetes Kreuz. Für
die Kanzel und den Taufstein, zu beiden Seiten des Altars angeordnet,
wurden wie für diesen nur Messing und Lärchenholz in glatten
Oberflächen verwendet. An der Rückseite des Kirchenraumes
befindet sich ein weiterer Altar, auf dem ein Gedenkbuch ausliegt,
in das die Namen von an Aids gestorbenen Menschen - unabhängig
von Gemeindezugehörigkeit und Wohnort - eingetragen werden können.
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Unser Gemeindehaus wurde 1930/31 nach Plänen von Prof. Heinrich Straumer (der 1924 den Funkturm entworfen hatte) erbaut. Im Kriege teilzerstört, konnte es bis 1951 wiederhergestellt werden. Das Gemeindebüro befindet sich im Erdgeschoß, ebenso wie ein kleinerer Saal und die Kindertagesstätte. Zwei weitere Räume für Konfirmanden- und Gruppenarbeit u.a. liegen in den Obergeschossen, während sich der vielseitig nutzbare Gemeindesaal, der für 450 Plätze ausgelegt war, im Untergeschoß befindet. Das Gemeindehaus steht ebenso wie die Kirche unter Denkmalschutz. |
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Matthias
Maultzsch
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Evangelische Kirchengemeinde Am Lietzensee | Herbartstr. 4-6 | 14057 Berlin | Tel. 3211 094 | Fax 3260 3311 | email |